MoveNet24 * aus der Serie Werbung / Sponsoring für den Gymnastikbereich B-1.02

 

2. Von der Idee zur Verwirklichung


Idealerweise schafft man sich als Sponsornehmer eine Pyramide von Sponsoren. An der
Spitze der Pyramide steht der Hauptsponsor, der diese Funktion ungeteilt innehat. Dieser
Hauptsponsor ( z.B. Bayer, Ford oder andere bekannte Firmen ) kann auch dazu dienen,
weitere Sponsoren anzusprechen und zu gewinnen. Insofern ist es durchaus nicht die Regel,
dass der Hauptsponsor auch das meiste gezahlt hat. Das meiste Geld wird an der Basis
der Pyramide verdient.
 
In der Mitte der Pyramide finden sich bis zu 5 Co-Sponsoren, darunter eventuell auch
Medien-Partner, deren Leistung in der Bereitstellung von Sendezeit oder Zeitungsspalten
besteht. Sponsoring darf jedoch nicht die freie Berichterstattung einschränken, deshalb
handelt es sich in der Regel um Werbezeit und Anzeigenraum. Das Sponsorship kann
durchaus auch Vergünstigungen für die Mitarbeiter als Gegenleistung enthalten -
( z.B. verbilligte Sprach-, EDV- oder Nachhilfekurse ).
 

An der Basis der Pyramide stehen "Partner" oder "Förderer", die als Gegenleistung für
ihre finanzielle Unterstützung Mitglied in einer Art "Business Club" werden. Dieser Club
trifft sich maximal einmal pro Monat, um untereinander und vor allem mit dem Haupt-
sponsor oder anderen attraktiven Unternehmen oder Personen (z.B. Bürgermeister,
Abgeordnete) zusammenzutreffen. Zu den Leistungen des Hauptsponsors gehört es, diese
monatliche Zusammenkunft immer kompetent zu besetzen. Vor allem, wenn ein großer
Hauptarbeitgeber die Wirtschaft vor Ort dominiert ( VW ), sind solche informellen Treffen
für alle Geschäftsleute von hoher Attraktivität. Außerdem erhalten die Mitglieder des
Business Clubs möglicherweise Eintrittskarten zu begehrten Veranstaltungen, zu denen
sie eventuell auch Geschäftspartner mitbringen können ( Sportveranstaltungen etc.).

 
Der Verkaufspreis eines Produkts beruht zu einem ganz erheblichen Teil auf der so
genannten subjektiven Qualität. Darin äußern sich Faktoren wie Image, Service,
Ambiente und die persönliche Meinung üder den Wert des Produktes. All dies muss
von einem Unternehmen kommuniziert werden. Darin stehen folgende klassische Wege
zur Verfügung: Werbung, Public Relations, Verkaufsförderung, persönlicher Verkauf/
Verkaufsgespräch. Alle diese Wege können durch Sponsoring ergänzt, bereichert
und verbessert werden.
 
Mit Sponsoring kann man Sympathie gewinnen, Gegenleistung erwirtschaften,
Erlebniswelten schaffen und die Identifikation mit dem eigenen Unternehmen oder
Produkt erhöhen.
   
 
  Konkretes Vorgehen
   
denkbar geeignete Sponsoren benennen ( Umfrage unter den eigenen Mitarbeitern,
Schülern, Mitgliedern, Eltern, von Aussenstehenden Assoziationen nennen lassen -
"morphologischer Kasten" / Brainstorming. Sichten der Anzeigen in der Presse )
   
Nicht nur auf den Handel konzentrieren, sondern auch Hersteller am Ort berücksichtigen
   
Ständiger Kreislauf von Analyse, Konzeptbearbeitung, Aquisition, Analyse
   
Konzept verschriftlichen, damit jeder das gleiche verfolgt; Notizen über einzelne
Gesprächsverläufe anfertigen; Informationen über das Unternehmen sammeln
   
1. Schritt: Telefonat. Kurzvorstellung, Zielgruppen umreissen, Projekt schildern -
grundsätzliches Interesse ? Danach Konzept zusenden.
   
2. Schritt: Telefonische Nachfrage, ohne auf Einzelheiten des Konzeptes einzu-
gehen ( meist peinlich, weil nicht gelesen ). Termin für ein persönliches Gespräch
ausmachen.
   
3. Schritt: Persönliches Gespräch, Vorteile des Unternehmens herausstreichen, nicht
die eigene Bedürftigkeit zum Hauptthema machen, konkrete Ausgestaltung vereinbaren.
   
4. Schritt: Konzept überarbeiten, individualisieren, starten
   
5. Schritt: Analyse nach ersten gemeinsamen Aktivitäten, weitere Verbesserung
   
möglichst erst Hauptsponsor finden, dann Co-Sponsoren suchen ( wegen
Attraktivitätsgewinn - Gast im Business Club - und möglicher Ausschlussfolgen ).