10 Gründe
mal über das Joggen für sich nachzudenken
   
  Laufen ist die Wunderpille, für die Menschen ein Vermögen
zahlen würden, wenn es sie in der Apotheke zu kaufen gäbe
   
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Die besten Ideen kommen beim Joggen - von allein

  Man jagt nicht mehr hinter Ideen her, man hat sie automatisch. Denn
Laufen durchflutet das Gehirn mit 100% mehr Sauerstoff, das ver-
doppelt die Denkleistungskraft. Und: Laufen setzt eine Flut des
Kreativitäts-Hormons ACTH frei. Dieses merkt man noch Stunden
danach am Schreibtisch
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Wer richtig läuft, lächelt - den ganzen Tag

  Die meisten laufen genauso, wie sie arbeiten: angestrengt, verbissen,
leistungsorientiert, erfolgssüchtig. Doch so läuft man umsonst; beim
richtigen Laufen geht es um die Leichtigkeit, um Entspannung,
um Freude. Wer richtig joggt, lächelt. Und das färbt auf das Leben
ab, man erledigt plötzlich alles leicht, entspannt, überlegen und
souverän.
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Wer langsam läuft, kommt schnell zum Ziel

  Super-Läufer Dieter Baumann verkündete nach seinem Olympiasieg:
Seit ich langsam trainiere, renne ich schneller. Entscheidend ist der
richtige Puls: er darf nicht rasen. Wer zu schnell läuft und schnauft,
erzeugt Sauerstoffnot im Körper, Milchsäure steigt an, man wird
sauer - und alle Joggermühe ist umsonst. Das Problem: Nur wenige
Pulsschläge trennen einen vom Glück. Bei 140 hat der Körper
genügend Luft, bei 144 gerät er schon in Not. Daher nahm sich
Joschka Fischer den Marathonläufer Herbert Steffny als Trainer.
Wer solo joggt, muss seinen körpereigenen Drehzahlbegrenzer ein-
setzen, Atem - und Laufrhythmus koordinieren: drei Schritte ein-,
drei Schritte ausatmen. Und man trägt eine Pulsuhr, die piepsend
warnt, wenn man zu schnell wird. Am sichersten: individuellen Puls
vom Sportmediziner messen lassen.
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Joggen ist die einzige Diät, die ewig hält


  Selbst Nulldiät klappt nicht. Ganz einfach, weil leergehungerte
Fettzellen "Her damit" sagen, wenn nach der Diät die erste Wurst-
semmel lockt. Das Ergebnis nennt man Jo-Jo-Effekt. Wer abnehmen
will, macht es wie Eichörnchen oder Rehe: Beide meiden Fett nicht -
sie verbrennen es. Und Fett verbrennt man nur im Muskel - und mit
Sauerstoffüberschuss. Nur: Wer zu schnell läuft, knabbert nur an
seinem Pfund Kohlenhydratvorrat, läßt die 15 oder mehr Kilos Fett-
depot unangerührt, an Hüfte und Po ändert sich nichts. Wer langsam
läuft, trimmt in wenigen Wochen seinen Körper zur Fettverbrennungs-
maschine.
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Nach drei Monaten kann man essen, was man will

  ...und nimmt nicht mehr zu. Durch Training steigt die Zahl der fettab-
bauenden Enzyme im Körper von 10% auf 80%. Muskelmasse
nimmt zu, Fett schmilzt weg. In der ersten Laufwoche verbrennt man
0,1g Fett in 30 Minuten. In der 12. Woche verbrennt man 25 g, also
225 kcal, weil sich die Anzahl der Fettöfchen vervielfacht hat. Und
die beste Nachricht: Der Körper verbrennt Fett jetzt rund um die
uhr - auch in der Hängematte und nachts. Im Schlaf sogar bis 90 kcal
pro Stunde. Man muss seine Fettverbrennungsmaschine nur jeden
Tag neu starten.
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Laufen weckt Körperintelligenz

  Wer joggt, muss sich um gesunde Ernährung keine Gedanken mehr
machen. Denn wer ein paar Wochen läuft, weckt sein Instinktzentrum.
Man nennt das somatische (körperliche) Intelligenz. Kinder, deren
somatische Intelligenz wach ist, essen immer richtig. Eltern wissen das:
Ihr Kind bekommt Apfelmus. Nach dem ersten Löffel strahlt es. Nach
dem zweiten Löffel strahlt es. Den dritten Löffel hat Mama im Gesicht.
Das Kind weiß instinktiv, wann es genug hat.
Aber wer joggt, beginnt automatisch, richtig zu essen - mehr Kohlen-
hydrate und Eiweiß, weniger Fett, mehr Obst und Gemüse, weniger
Fleisch.Dahinter steckt eine Erkenntnis aus dem Zen-Buddhismus :
Willst du etwas Wichtiges im Leben, ziele nicht ins Schwarze, ziele
daneben. Und du triffst. Beschäftige dich nicht mit Ernährung, laufe,
und du ernährst dich instinktiv richtig.
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Laufen erspart die halbe Apotheke

  Wir haben kein Medikament, es gibt keine Diät, die so drastisch den
Cholesterinspiegel senkt wie Laufen. Und es stimmuliert das Immun-
system: Bereits nach 30 Minuten befinden sich im Blut 31% mehr
Killerzellen. Und diese sind aggressiver geworden. Sie können
Bakterien und Viren viel wirkungsvoller bekämpfen.
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Joggen entstreßt und beugt Herzinfarkt vor

  Sah der Steinzeitmensch einen Säbelzahntiger, erschrak er und baute
über drei Kilometer Flucht seinen Adrenalinspiegel ab - das Streß-
hormon verschwand aus seinem Körper. Brüllt der Chef, ärgert der
Partner, staut es sich auf der Autobahn - wir bleiben sitzen. Das
Adrenalin zirkuliert in den Adern, macht die Gefäßinnenwände
porös, Fett und Kalk docken an, die Ader müllt zu. Bekannte Folgen:
Arteriosklerose und Herzinfarkt. Diesem Schicksal kann man
davonlaufen!
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Plötzlich merkt man - Glück ist machbar

  Menschen erwarten immer, dass die Rahmenbedingungen sich
ändern, damit sie glücklich werden. Denn auf das Glück wartet
man nicht. Glück ist machbar. Durch Laufen öffnet sich ein
Kästchen mit körpereigenem Kokain. Endorphine (Opiate) werden
freigesetzt und natürlich Seratonin - der Glücksbotenstoff im Gehirn.
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Laufen macht süchtig - und wird zum Genuss

 

Das Schöne am Laufen ist, man kann es immer und überall, braucht
keine Geräte und keine Ausbildung. Man muss nur anfangen. Der
Trick darin besteht, einen Automatismus zu schaffen, einen
Laufreflex. So wie jeder einen Frühstücksreflex hat : völlig
automatisiert hinsetzen, Ei köpfen, sich also nicht dazu aufraffen
oder überreden müssen.

Genau solch einen Refelx braucht man für das Laufen. Wie macht man
das ? Indem man 4 Wochen lang täglich zur gleichen Zeit läuft.
Praktisch geht das so: Man kauft ein paar Laufschuhe, stellt sie
abends neben das Bett, steht früh auf, fällt in die Schuhe, erschrickt
fürchterlich und läuft los. Wichtig: nicht erst Zähne putzen und
duschen. Denn das kostet 12 Minuten. Und in dieser Zeit fallen
einem garantiert 14 Ausreden ein, warum man gerade heute zufällig
und ausnahmsweise keine Zeit zum Laufen hat.

Es geht hier wirklich darum, in den ersten vier Wochen das Denken
abzustellen und loszulaufen. In dieser Zeit ist das bitter, vor allem,
wenn es draußen schneit oder regnet. Nach vier Wochen aber wird es
süß. Es wächst ein Verlangen, ein Wollen, ein Träumen,
ein Genießen -- Laufen macht süchtig.